EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH - Special-Sensors for Automation

Füllstandsensoren - Hinweise zur Montage

Kurze Niveau-Sensoren für seitlichen Einbau müssen so eingebaut werden, dass die Sensorspitze in den Behälter hineinragt. Damit sich keine Ablagerungen bilden, ist ein schräger Einbau um ca. 20° zu empfehlen. Bei Stabsonden muss darauf geachtet werden, dass auf die Spitze keine seitlichen Kräfte einwirken, wie sie z. B. an Befüllungsöffnungen oder Rührwerken auftreten können.
Bei der Auswahl der Werkstoffe für Gehäuse und Dichtung muss sichergestellt sein, dass diese Werkstoffe für die gegebene Anwendung geeignet sind.


Bei bündigem Einbau kapazitiver Sensoren kann der Sensor bis zur aktiven Fläche in elektrisch nicht leitendes Material eingebaut werden, ohne seine Eigenschaften zu verändern. Bei nicht bündigem Einbau muss eine Freizone um den Sensor vorgesehen werden. Eine Freizone muss bei allen Sensoren auch zu gegenüberliegendem Material eingehalten werden.


Die angegebenen Freizonen entsprechen der Norm EN 60947-5-2


Anreihung

Bei der Anreihung von kapazitiven Sensoren muss ein Mindestabstand zwischen den Geräten eingehalten werden, damit keine gegenseitige Beeinflussung stattfinden kann. Im Zweifelsfall ist eine Erprobung unter konkreten Anwendungsbedingungen durchzuführen. Bei kapazitiven Sensoren muss der seitliche Abstand zueinander mindestens dem doppelten Durchmesser des Sensors entsprechen, bei Abständen größer als dem achtfachen des Durchmessers ist keine gegenseitige Beeinflussung zu erwarten. Bei gegenüberliegend angeordneten Sensoren sollte ein Mindestabstand vom achtfachen Nennschaltabstand berücksichtigt werden.


Gewindeausführungen

Einschraubgewinde sind überwiegend als G-Gewinde nach DIN ISO 228-1 Toleranzklasse B ausgeführt. Die Paarung eines zylindrischen G-Außengewindes nach DIN ISO 228-1 mit einem Rohrinnengewinde Rp nach DIN 229 erfordert besondere Maßnahmen. Bei einer solchen Kombination muss das Rohrinnengewinde Rp mit einem Innengewinde-Schneider für Rohrinnengewinde G nachgeschnitten werden.


Drehmomente

Um eine Zerstörung der Gewindehülsen bei der Befestigung auszuschließen, dürfen folgende maximalen Drehmomente nicht überschritten werden:


PTFE-Sensoren dürfen nur handfest angezogen werden


Dichtungen

Die Geräte werden, soweit erforderlich, standardmäßig mit Dichtungen aus NBR, FPM, PTFE oder AFM ausgeliefert. Bei Wasseranwen­dungen bis 150 °C und einem Druck bis 5 bar werden auf Kundenanforderung EPDM-O-Ringe eingesetzt. Für Temperaturen über 100 °C oder bei höheren Drücken sind Sonderdichtungen erforderlich (schraffiert).


Hinweise zum Betrieb

Reihenschaltung
Bei der Reihenschaltung von Zwei- und Dreileitersensoren addieren sich die einzelnen Spannungsabfälle. Der Last steht dadurch eine geringere Betriebsspannung zur Verfügung. Die Addition der Einschaltverzögerungszeiten ist zu beachten.

Parallelschaltung
Die Parallelschaltung von Zweileitersensoren kann nur bedingt empfohlen werden, da sich die Restströme addieren und durch die Last fließen. Bei der Parallelschaltung von Dreileitersensoren addiert sich die Stromaufnahme der einzelnen Geräte. Da dieser Strom nicht durch die Last fließt, hängt die maximale Anzahl parallel anschließbarer Dreileitersensoren lediglich von der Stromversorgung ab.


Zulassungen für Sicherheitsanwendungen

Sensoren, die dem Personenschutz dienen, müssen eine Bauartzulassung nach EN 61508 aufweisen und entsprechend gekennzeichnet sein. Nicht gekennzeichnete Sensoren dürfen bei solchen Anwendungen nicht eingesetzt werden.


« zurück zu Anwendungshinweise      weiter zu Begriffe aus der Messtechnik »

« zurück zur Übersicht

powered by webEdition CMS