EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH - Special-Sensors for Automation

Drucksensoren - Technik und Anwendung

Anwendung
Dieses leistungsfähige Gerät überwacht Drücke in Leitungen und Behältern. Die hohe Genauigkeit der verwendeten keramischen Messzelle gewährleistet auch den Einsatz in der Füllstandmessung. In Behältern von 5m Höhe wird die Füllstandshöhe noch mit einer Genauigkeit von 1 cm erfasst. Für solche Anwendungen haben sich Geräte mit 1000 mbar Messbereich sehr bewährt. Bei Wasser ist dann 10 mbar Druck gerade 10 cm Wasserhöhe. Der ermittelte Druckwert wird dann digital angezeigt. Schaum wird nicht erfasst. Schwebstoffe innerhalb der Behälter beeinflussen das Messergebnis nicht, sofern diese Schwebstoffe die Druckverteilung im Bereich der Sensormembran nicht stören. Der Drucksensor umfasst als Kompaktgerät die gesamte Mess- und Auswerteelektronik und ist für 24 V Gleichspannung vorgesehen. Neben zahlreichen programmierbaren Zusatzfunktionen hat er zwei PNP-Schaltausgänge und einen 4...20 mA Stromausgang.
Eine Version mit Schnellprogrammierung für zwei Schaltausgänge, z. B. für die Minimum- und Maximum-Überwachung in Behältern, steht ebenso zur Verfügung, wie ein Gerät mit Analogausgang.

Funktion
Der Drucksensor wird in die Wandung des Druckbehälters oder der Rohrleitung eingeschraubt. Das Medium liegt direkt an der Keramik-Messzelle des Sensors an. Durch den Mediumdruck wird die Messmembran nur minimal ausgelenkt. Die Membran liegt am Keramikträger an und übersteht daher auch große Druckstöße und ist extrem überlastfest. Nach der Druckentlastung kehrt die Membran hysteresefrei in ihre Nulllage zurück.

Druckwächter Einbau EGE

Die Auslenkung der Membrane wird von der integrierten mikroprozessorgesteuerten Auswerteelektronik in ein druckproportionales Signal umgewandelt. Die Messwerte sind auf der 7-Segment LED-Anzeige direkt am Gerät ablesbar. Für besondere Anwendungen kann das Signal intern mit einer Dämpfung von bis zu 30 Sek. verarbeitet werden. Dadurch können z. B. Druckstöße in Rohrleitungen ausgeblendet werden.
Über drei Tasten und eine vierstellige LED-Anzeige werden sowohl der Sensormessbereich, als auch die PNP-Schaltausgänge und die Dämpfung abgeglichen. Über nur wenige Tastenkombinationen ist ein Schnellabgleich möglich.
Die beiden integrierten PNP-Schaltausgänge können frei programmiert werden. Dabei können Grenzwert, Hysterese und Funktion (Öffner oder Schließer) beliebig eingestellt werden. Der Schaltzustand der PNP-Schaltausgänge wird über eine LED signalisiert. Die programmierten Daten werden in einem EEPROM abgelegt, wodurch die Daten auch bei Spannungsausfall erhalten bleiben. Die Sensorvariante mit Schnellprogrammierung für zwei Schaltausgänge sichert die eingestellten Werte ebenfalls verlustsicher, Öffner-Ausgänge sind ab Werk lieferbar. Die Geräte DN 752 GPP und 752 GA verfügen über eine dreistellige Digitalanzeige und erlauben eine schnelle und einfache Programmierung für zwei Schaltpunkte beziehungsweise einen Analogausgang.

Werkstoffe
Die Sensormembran ist aus Oxid-Keramik Al2O3 gefertigt, eine chemisch resistente Keramik für die meisten Säuren. Laugen und Salze. Zwischen Sensormembran und Edelstahl-Gewindekörper (Edelstahl 1.4571) liegt eine Fluor-Kautschuk (FPM) Dichtung. Fluor-Kautschuk (FPM) ist ein über weite Bereiche chemisch beständiger Dichtwerkstoff. In Sonderfällen ist die Verwendung von anderen Dichtungen wie z.B. EPDM oder Kalrez erforderlich. Sonderwerkstoffe können nach Absprache ab Werk EGE geliefert werden.

Beständigkeiten EGE

Zulassungen für Sicherheitsanwendungen
Sensoren, die dem Personenschutz dienen, müssen eine Bauartzulassung nach EN 954-1 aufweisen und entsprechend gekennzeichnet sein. Nicht gekennzeichnete Sensoren dürfen bei solchen Anwendungen nicht eingesetzt werden.

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