EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH - Special-Sensors for Automation

Strömungssensoren - Definitionen

Erfassungsbereich
Der Erfassungsbereich eines Messfühlers gibt die Strömungsgeschwindigkeiten des Mediums an, für die der Messfühler ein auswertbares Signal liefern kann. Wenn das Medium nicht besonders bezeichnet ist, gelten die Angaben für Wasser. Weil die verschiedenen Medien unterschiedliche Wärmeleiteigenschaften haben, ist auch der Erfassungsbereich und die Temperaturdrift abhängig von dem jeweiligen Medium. An der oberen und unteren Grenze des Erfassungsbereiches ist die Temperaturdrift höher. Der Erfassungsbereich begrenzt nicht die maximale Strömungsgeschwindigkeit, der ein Messfühler ausgesetzt werden darf. So kann ein Sensor z.B. bei 10 m/sec. eingesetzt werden, obwohl seine obere Erfassungsgrenze 3 m/sec. beträgt.


Arbeitsbereich
Der Arbeitsbereich kennzeichnet den Ausschnitt des Erfassungsbereichs, für den die strömungstechnischen Daten spezifiziert sind. An den äußeren Grenzen des Erfassungsbereichs sind diese Daten reduziert.


Nennströmung
Bei der für jeden Sensor typischen Nennströmung werden seine technischen Daten gemessen. Die Festlegung ist erforderlich, weil die Ansprechkennlinie eines Sensors nichtlinear verläuft und daher die verschiedenen Kenngrößen des Sensors abhängig von dem gewählten Arbeitspunkt auf dieser Kennlinie sind. Üblicherweise wird die Nennströmung in die Mitte des linear erscheinenden Bereiches der einfach logarithmisch dargestellten Kennlinie gelegt. Für diesen Arbeitspunkt sind insbesondere die Kennwerte Einschalt-, Ausschalt- und Bereitschaftszeit, sowie die Hysterese und der Temperaturgang definierbar.


Betriebsspannung
Die Betriebsspannung ist der Spannungsbereich, in dem EGE-Sensoren sicher funktionieren. Bei Gleichspannungsversorgung ist darauf zu achten, dass die Grenzen auch inklusive Restwelligkeit eingehalten werden.


Stromaufnahme
Die Stromaufnahme ist der maximale Wert des Leerlaufstromes Io, den der Strömungssensor ohne Last aufnimmt.


Schaltstrom
Der Schaltstrom kennzeichnet den maximalen Dauerstrom für den Schaltausgang des Geräts. Bei PNP-Ausgängen gilt dieser Wert für die Umgebungstemperatur von 25 °C. Bei höheren Temperaturen sinkt der maximale Schaltstrom. Bei Geräten mit Relais-Ausgang bezieht sich der Wert auf die Gebrauchskategorie AC-12 bzw. DC-12 nach EN 60947-5-1.


Schaltspannung
Die Schaltspannung kennzeichnet die maximale Spannung inklusive Restwelligkeit, die mit einem Relais-Ausgang geschaltet werden darf.


Schaltleistung
Die Schaltleistung kennzeichnet die maximale Leistung, mit der das Ausgangs-Relais belastet werden darf.


Umgebungstemperatur
Die Umgebungstemperatur gibt die maximalen und minimal zulässigen Temperaturen für den Sensor an.


Mediumtemperatur
Die kleinste und die größte Mediumtemperatur, bei der der Sensor noch arbeitet.


Temperaturgradient
Der Temperaturgradient legt die maximale Temperaturänderung eines Mediums pro Zeiteinheit fest, der ein Sensor ohne Fehlfunktion folgen kann. Er ist ein Maß für die Güte eines Strömungssensors.


Bereitschaftszeit
Die Bereitschaftszeit ist erforderlich, damit nach dem Einschalten der Betriebsspannung der Sensor seinen Betriebszustand erreichen kann. Erst nach Ablauf der Bereitschaftszeit kann ein Strömungssensor abgeglichen werden oder sein Schaltausgang zur Auswertung benutzt werden.


Reaktionszeit
In der Reaktionszeit werden die Einschalt- und die Ausschaltzeit zusammengefasst. Die Einschaltzeit vergeht vom Einsetzen der Strömung bis zur Anzeige des Strömungszustandes. Sie verkürzt sich bei der Wahl des Schaltpunktes nahe dem Mediumstillstand und verlängert sich entsprechend bei einem Schaltpunkt nahe der maximalen Strömungsgeschwindigkeit. Die Ausschaltzeit ist die Zeit, die vom Ausfall der Strömung bis zur Anzeige durch das Auswertegerät  vergeht. Die Zeit ist kurz, wenn der Schaltpunkt nahe der maximalen Strömungsgeschwindigkeit gewählt wurde. Sie verlängert sich bei Einstellung des Schaltpunktes nahe dem Mediumstillstand.


Druckfestigkeit
Die Druckfestigkeit bezieht sich auf das Messfühlergehäuse. Bis zum angegebenen Höchstdruck liefert der Sensor ein stabiles Signal und das Gehäuse wird nicht beschädigt. Anwendungsbedingte Verschraubungskonstruktionen können Druckfestigkeiten aufweisen, die wesentlich niedriger sind als die Daten für den Sensor, diese müssen dann eingehalten werden.


Schutzart
Die Schutzart gibt den Schutz der Geräte gegen Eindringen von Festkörpern und Wasser gemäß EN 60529 an. Bei Sensoren bezieht sich die angegebene Schutzart immer auf den Anschlussbereich. Der Sensorbereich hat immer IP 68.


Schaltverzögerung
Die Ausschaltverzögerung bewirkt ein zeitverzögertes Ausgangssignal bei Strömungsausfällen. Ist die Schaltverzögerung aktiv, so wird weiterhin „Strömung vorhanden“ gemeldet, obwohl diese schon den eingestellten Grenzwert unterschritten hat. Die rote LED (Strömungswert unterschritten) und die gelbe LED (Ausgang aktiviert) leuchten. Nach Ablauf der Verzögerungszeit erlischt gelb, das Relais fällt ab und nur die rote LED leuchtet.


Drahtbruchüberwachung
Die Drahtbruchüberwachung deaktiviert den Schaltausgang für die Strömungsmeldung, wenn kein Sensor angeschlossen ist oder wenn das Sensorkabel durchtrennt wurde. Bei Drahtbruch erscheint daher das Signal „Strömung ausgefallen“. Die Drahtbruchmeldung wird speziell beim SEA 401 mit einem separatem Schaltausgang angezeigt.

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