EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH - Special-Sensors for Automation

Kapazitive Näherungsschalter - Definitionen

Nennschaltabstand sn
Der Nennschaltabstand ist eine Gerätekenngröße, bei der Exemplarstreuungen und äußere Einflüsse wie Temperatur und Versorgungsspannungen unberücksichtigt bleiben.

Realschaltabstand sr
Der Realschaltabstand ist der effektive Schaltabstand bei Nennspannung und Nenntemperatur von 23°C. Er liegt im Bereich von 90% bis 110% des Nennschaltabstandes.

Nutzschaltabstand su
Der Nutzschaltabstand liegt im gesamten zulässigen Temperatur- und Spannungsbereich zwischen 80% und 120% des Realschaltabstandes.

Arbeitsabstand sa
Der gesicherte Schaltabstand berücksichtigt alle äußeren Einflüsse und Exemplarstreuungen, er liegt im Bereich von 0% bis 72 % des Nennschaltabstandes. Innerhalb dieses Bereiches ist ein sicheres Schalten gegeben.

Schaltpunktdrift
Die Schaltabstände werden für eine Umgebungstemperatur von 23°C angegeben. Im zulässigen Temperaturbereich variiert der Schaltabstand um weniger als 15% gegenüber dem Wert bei 23°C. Die Temperatur des Meßobjektes hat keinen Einfluß auf den Schaltpunkt.

Hysterese H
Unter der Schalthysterese versteht man die Wegdifferenz zwischen dem Einschaltpunkt bei Annäherung eines Objektes und dem Ausschaltpunkt bei dessen Entfernung vom Sensor. Die Hysterese bewirkt ein stabiles Schaltsignal auch bei Vibrationen, Temperaturdrift oder elektrischen Störungen. Die Hysterese ist nach EN60947-5-2 mit maximal 20 % vom Realschaltabstand definiert und beträgt für EGE-Sensoren typisch 10 bis 15% vom Realschaltabstand sr.

Wiederholgenauigkeit R
Die Wiederholgenauigkeit beschreibt die Einhaltung des Schaltpunktes bei wiederholter Annäherung eines Objektes unter festgelegten Bedingungen. EGE-Sensoren haben typische Toleranzen von weniger als 3% des Realschaltabstandes.

Schaltfrequenz
Die maximale Schaltfrequenz des Sensors wird bei halbem Nennschaltabstand sn gemäß EN60947-5-2 mit Standardmessplatten ST37 bestimmt.

Betriebsspannung
Die Betriebsspannung ist der Spannungsbereich, in dem EGE-Sensoren sicher funktionieren. Bei Gleichspannungsversorgung ist darauf zu achten, daß die Grenzen auch inklusive Restwelligkeit eingehalten werden.

Strombelastbarkeit Die Strombelastbarkeit gibt den maximalen Dauerstrom für den Schaltausgang des Sensors bei gegebener Umgebungstemperatur an. Bei erhöhter Umgebungstemperatur sinkt die Strombelastbarkeit.

Kurzschlussschutz
Der Kurzschlussschutz sichert den Sensor gegen Zerstörung durch Kurzschluss am Ausgang. Nach Beseitigung des Fehlers wird der Ausgang wieder aktiviert. Ist ein maximaler Stoßstrom angegeben, so darf dieser nicht überschritten werden.

Überstromauslösung
Dieser Wert gibt den Mittelwert des Stromes an, bei dem der Kurzschlussschutz mit einer Toleranz von ± 20 % anspricht.

Verpolungsschutz
Der Verpolungsschutz verhindert eine Zerstörung des Sensors durch Verpolung der Spannungsversorgung.

Spannungsabfall Ud
Der Spannungsabfall entsteht an den Halbleiterbauelementen des Sensors. Er wird über dem aktiven Ausgang gemessen.

Reststrom Ir
Der Reststrom fließt bei gesperrtem Ausgang im Laststromkreis. Bei Parallelschaltung von Sensoren muß der Reststrom berücksichtigt werden.

Mindestlaststrom Im
Der Mindestlaststrom ist bei Zweileitergeräten zum einwandfreien Betrieb erforderlich.

Stromaufnahme
Die Stromaufnahme ist der maximale Wert des Leerlaufstromes Io, den der Sensor ohne Last aufnimmt.

Umgebungstemperatur
Die Umgebungstemperatur gibt den maximal zulässigen Temperaturbereich für den Sensor an.

Elektromagnetische Verträglichkeit EMV
Die EMV-Klasse ist ein Maß für die Störfestigkeit des Sensors gegen äußere elektrische und magnetische Einflüsse. Die Angaben beziehen sich auf die Norm EN 61000-6-2.

Einschaltimpulsunterdrückung
EGE-Sensoren haben eine Einschaltimpulsunterdrückung, die den Ausgang sperrt, wenn die Betriebsspannung angelegt wird.

Schutzart
Die Schutzart gibt den Schutz der Sensoren gegen Eindringen von Festkörpern und Wasser gemäß EN 60529 an.

LED-Anzeige
EGE-Sensoren mit gelber Leuchtdiode zeigen den Schaltzustand optisch an.

Gehäusewerkstoff
Der Gehäusewerkstoff bestimmt die chemische Beständigkeit des Sensors gegen äußere Einflüsse. Für besondere Anwendungen sind andere Gehäusewerkstoffe lieferbar.

Anschluss
Der Anschluss der Sensoren erfolgt durch Steckverbindung oder Kabel. Auf Anfrage sind auch andere Kabeltypen und Längen lieferbar.

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